Kategorie-Archiv: Landschaften / Umwelt

Ausflug: Von Rügen zur Insel Hiddensee

Leuchtturm auf Hiddensee
Das Wahrzeichen der Insel Hiddensee ist der Leuchtturm auf dem Schluckwieksberg.

Wer die Insel kennt, weiß es. Erstbesucher aber seien gewarnt: Diese Insel kann süchtig machen, in ihren Bann ziehen für ein Leben lang. Ob in Raureif glitzernd hinter Eisbarrieren, ob festlich geschmückt mit lila Heideblütenteppichen, ob unter hochsegelnden Sommerwölkchen am weiten Weststrand, oder in pralles Sanddorngold gekleidet: Hiddensee ist eine Insel für jede Jahreszeit.

So unterschiedliche Prominente wie Albert Einstein, Thomas Mann, Billy Wilder, George Grosz, Heinrich George, Joachim Ringelnatz und unzählige andere hat sie mit ihren stillen Reizen umgarnt. Gerhart Hauptmann, Gret Palucca und Asta Nielsen haben Häuser auf „ihrer“ Insel besessen, fühlten sich zuhause unter den raumgreifenden Lichtarmen des Leuchtturms auf dem Schluckwieksberg.

Entlang Hiddensees (nahezu) autofreier Wege findet man auf den neunzehn Quadratkilometern von Nord nach Süd mehr Landschaftsformen, als für einen kleinen Kontinent ausreichten: Endlose Sandstrände, steile Klippen karg und rau, hohen Wald, die Heide, weite Salzwiesen, mooriges Reetdickicht, Deiche, Dünen, Teiche. Und natürlich auch eine ganze Reihe tierischer Bewohner: Pferde, Schafe, Rehe, Mufflons, Hasen, Füchse, Schwalben, Möwen und Sprosser.

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Das Ostseebad Göhren auf der Insel Rügen

Feinsandiger Strand im Ostseebad Göhren
Der feinsandige Strand im Ostseebad Göhren lädt zum Verweilen ein.

Die Gemeinde Göhren liegt am östlichsten Punkt der Insel Rügen, dem Kap Nordperd. Das Kap Nordperd trennt den Nordstrand vom Südstrand, wobei der Nordstrand der eigentliche Badestrand mit einer angeschlossenen Kurpromenade ist.  Der Südstrand hingegen ist ein eher naturbelassener Strand.

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Mal nachgefragt: Wieso ist der Strand auf Rügen so weiss und fein und schon immer so beliebt?

Rügen ist bekannt für seinen berühmten weißen und feinsandigen Sandstrand und natürlich auch für seine einzigartige Natur. Schon Ende des 19. Jahrhunderts reisten viele prominente Schriftsteller wie Theodor Fontane (Effi Briest) oder Elizabeth von Arnim deshalb nach Rügen und verarbeiteten ihre Erlebnisse in Büchern.

„Ich vertiefte mich in ihre Beschreibung des Badens in der Nähe eines Ortes namens Putbus, wie herrlich es dort sei in einer sandigen Bucht mit stets ruhigem Wasser, wie man auf seiner kristallenen Oberfläche treibe…“ (Elizabeth von Arnim, 1901)

Der für Rügen so typische Sand besteht aus harten, kleinen Quarzkristallen, die durch Verwitterung von Gesteinen, besonders durch die Abtragung der Steilufer, übrigbleiben und dann im Wasser rund und glatt gespült werden, um dann an die Strände als feines Sandkörnchen zurückzukommen.

Wer etwas über den Badebetrieb und die Natur Ende des 19. Jahrhunderts erfahren möchte, sollte das interessante Buch von Elizabeth von Arnim „Elizabeth auf Rügen“ lesen, in dem sie autobiographisch und sehr unterhaltsam ihre Erlebnisse als allein reisende Dame auf Rügen im Jahre 1901 beschreibt.

Die zitierte Buchzeile bezieht sich auf den Greifswalder Bodden. Hier liegt das schon früh beliebte Örtchen Lauterbach, von dem man auch Schiffsausflüge auf die Insel Vilm unternehmen kann. Im Badehaus Goor residierten von Mitte des 19. Jahrhunderts an, viele namhafte Persönlichkeiten.

Besuch des Naturschutzgebietes Insel Vilm

Die Insel Vilm ist ein Kleinod norddeutscher Küstenlandschaft. Auf der Insel ist nahezu das gesamte Spektrum von Küstenformen der südlichen Ostsee entwickelt und bis heute von menschlichem Einfluß ungestört geblieben. Bereits 1936 wurde die Insel Vilm nach den Vorschriften des 1935 erlassenen Reichsnaturschutzgesetzes als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seit Oktober 1990 ist das Naturschutzgebiet der Insel Vilm Bestandteil des Biosphärenreservates Südost-Rügen. Anders als zu DDR-Zeiten ist die Insel Vilm für Naturfreunde heute wieder zugänglich. Weiterlesen

Bergung eines historischen Schiffwracks (17.Jhd.)

Fast könnte man meinen Störtebeker, der berühmte Freibeuter der Ostsee sei wiederauferstanden oder möchte zumindest an frühere Zeiten erinnern.

Anlässlich der Verlegung der Erdgas Pipeline zwischen Russland und Deutschland wird ein historisches Schiffswrack aus dem Jahre 1685 geborgen. Das 15 Meter lange Schiff, welches mit Greifswalder Holz gebaut wurde, ist Bestandteil einer Schiffsbarriere aus Wracks, die die Schweden im Jahr 1715 versenkten, um den Greifswalder Bodden südlich der Halbinsel Mönchgut zu sperren. Weiterlesen

Das Biosphärenreservat Südost-Rügen

Das Biosphärenreservat Südost-Rügen mit den Gemeinden Sellin, Baabe, Göhren, Middelhagen, Gager, Thiessow und Lancken-Granitz umfasst eine 22.900 ha große Gesamtfläche und hat eine Ausdehnung Nord-Süd von 19,5 km und West-Ost von 23,5 km. Weiterhin sind die Gemeinden Putbus, Binz und Zirkow teilweise mit eingeschlossen. Der höchste Punkt ist der Tempelberg mit einer Höhe von 107 Meter.

Die Gebiete, die dabei besonders zu erwähnen sind, sind Flachwasser, die mit 50 % den größten Anteil einnehmen. Die Steil- und Flachküsten haben eine Gesamtlänge von 101,5 km Küste! Besonders interessant sind die riesigen Findlinge, die man an manchen Stränden bewundern kann.

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