Rügen Sehenswürdigkeiten

Rügen - Eine Insel für jede Jahreszeitnach oben

Von Weitem erkennt man Rügen an seinen weißen Kreidefelsen und den dazwischen gelegenen Sandstränden von mehreren Kilometern Länge. Über der Küste thronen große Buchenwälder und weitläufige Wiesen. Regionen wie das Kap Arkona laden zum Verweilen ein und sind für ausländische Touristen ein Wiedererkennungsmerkmal der deutschen Flora und Fauna.

Es liegt mehr als 1.000 Jahre zurück, als die Insel Rügen zum ersten Mal besiedelt wurde. Händler und Seefahrer haben sie als Rückzugspunkt und Umschlagplatz genutzt. Dadurch sind germanische und slawische Burgen entstanden, deren Überreste heute noch teilweise zu sehen sind. 1168 trat der dänische Bischof Absalon in das Geschehen und zerstörte das heidnische Heiligtum der Ranen, um die Christianisierung auch auf der Insel Rügen durchzusetzen.

Als Urlaubsort wurde Rügen erst ab dem 19. Jahrhundert in Betracht gezogen. Begonnen wurde mit der Residenz Putbus, um die eine ganze Stadt errichtet wurde. Der gleichnamige Fürst Putbus nahm sich am italienischen Vorbild ein Beispiel und machte sich einen Namen, noch ehe man die Erholungsorte Sellin, Binz, Göhren und Baabe kannte.

Viele Orte werden durch die Deutsche Alleenstraße verbunden. Dazu gehören Putbus, Poseritz, Garz und Altefähr. Sie startet am Ostseebad Sellin und endet am Bodensee. Dank zahlreicher Restaurationen von Wohnhäusern, konnten die einst weißen Pensionen nach typischer Bäderarchitektur zu neuem Leben erweckt werden. Dadurch haben auch die Seebäder Rügens, namens Sellin, Binz und Göhren, wieder zu alter Schönheit gefunden.

Rügens Ausbau ist noch längst nicht abgeschlossen und steht ganz im Zeichen des Tourismus. Dies erkennt man an den zahlreichen Fahrrad- und Wanderwegen, sowie der Anbindung durch verschiedene Schiffsfähren, die zu erlebnisreichen Seefahrten einladen.

Ein mögliches Ziel der Reise könnte die Nachbarinsel Hiddensee sein. Schaprode und Stralsund sind die Ausgangsorte der Fähren, wenn man die autofreie Insel erkunden möchte. Ebenso schön und von Menschenhand nur wenig berührt, ist die Naturschutzinsel Vilm. Wer sich nach etwas mehr Zivilisation sehnt, der kann einen Tagesausflug nach Dänemark (Insel Bornholm oder Kopenhagen) planen. Polen (Swinmünde) und Schweden (Trelleborg) sind auch nicht weit entfernt, wenn man auf der Insel Rügen übernachtet.

Der Hafen in Sassnitz gilt als zentraler Startpunkt für viele Schifffahrten, doch auch im Inland hat Rügen viel Interessantes zu bieten. Der „Rasende Roland“ ist eine Schmalspurbahn, welche die Städte Putbus, Sellin, Binz und Göhren, sowie die Kreisstadt Bergen verbindet. Für Kulturbegeisterte gibt es diverse Museen und deren Ausstellungen zu entdecken.

Rügen bietet aber auch romantische Landschaften, in die man sich verlieben kann. Die weitläufigen Wälder der Granitz, die Boddengewässer, welche im Winter gefrieren und eine Fahrt mit dem Fahrrad, sind ausschlaggebend dafür, dass Rügen jedes Jahr von tausenden Urlaubern besucht wird.

Rügen in Zahlennach oben

  • Fläche: 974 km²
  • Nord-Süd Ausdehnung: 51,4 km
  • Ost-West Ausdehnung: 42,8 km
  • Küstenlänge: 574 km
  • Strandlänge: 85,8 km
  • Waldgebiete: 15 407 ha

Ostseebad Binznach oben

Binz wird das größte Ostssebad Rügens bezeichnet. Zwischen Ostsee und Schmachter See gelegen, findet man Binz am Rande der Granitz. Feinkörniger Sand liegt vor traumhaften Buchenwäldern und vereinzelt sind Hotels zu sehen. Auch hier trifft man wieder auf Pensionen im Stile der Bäderarchitektur.

Um die benachbarten Ostseebäder oder die weltbekannte Kreideküste zu erreichen, wurde die 370m lange Seebrücke im Jahr 1994 restauriert. Die Bäderschiffe fahren fast das gesamte Jahr, um die Urlauber mit den verschiedenen Erholungsorten zu verbinden. Rügen erlebt zwar eine neue Blütezeit, aber das eigentliche Hoch liegt schon lange zurück. Daraus übrig geblieben sind Villen aus den 20er Jahren, welche sich entlang der Strandpromenade aufreihen.

Die Kreideküste der Insel Rügen und der Nationalpark Jasmundnach oben

Im Nationalpark Jasmund findet man das schönste Naturschauspiel der Insel Rügen: Die Kreideküste. Bis zu 100 m und höher ragen die Kreidefelsen empor. Die bekannteste Spitze wird „Königsstuhl“ genannt und thront über allen anderen Erhebungen. Passionierte Fotografen und Naturfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Maler Caspar David Friedrich verewigte um 1818 deshalb auch seine Eindrücke im Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“.

Wer nun den Nationalpark Jasmund bereisen möchte, muss die Ostküste der Insel Rügen ansteuern. Zwischen Sassnitz und Lohme sind die Kreidefelsen zu finden. Zwischen den beiden Orten gelegen, genügt ein Tagesausflug zu Fuß und man kann die Wahrzeichen Rügens, inklusive dem „Königsstuhl“ und den „Wissower Klinken“ bestaunen. Alternativ bietet ein Fahrgastschiff den Ausblick vom Wasser.

Stadt Sassnitznach oben

In Effie Briest heißt es: „Nach Rügen reisen heißt nach Sassnitz reisen.“ Als erster Badeort auf Rügen, hat er viele treue Stammbesucher gefunden. Mit 1,5 km gibt es hier die längste Mole Europas. Sie beinhaltet den alten Fischereihafen, Sportboote und Fähren, welche die Besucher Rügens überall hinfahren. Auch heute wird noch gefischt, wenn auch nur im kleinen Stil, aber die Fischer bei der Arbeit zu sehen, gibt dem Hafen einen gewissen Charme.

Sassnitz liegt nahe dem Nationalpark Jasmund und zusammen sind sie nicht nur für Deutsche ein beliebtes Erholungsziel. Die Kreideküste Jasmunds ist es, welche jährlich für große Besucherstrome sorgt und die Insel Rügen in aller Welt bekannt gemacht hat.

Stadt Putbus: Die ehemalige Fürstenresidenznach oben

Fürst Malte zu Putbus nannte es „den weißen Traum“ und meinte damit die gleichnamige Stadt, welche sich am Anfang der Deutschen Alleenstraße und im Süden der Insel Rügen befindet. Geschichtlich gesehen, hat die Insel schon viel erlebt. Markant sind die weißen Häuser, der 75 Hektar große Schlosspark und der acht Hektar große Hirschgarten. Die Badestrände laden in den Sommermonaten zum Schwimmen und Erholen ein. Neben der fast unberührten Natur, gibt es die Arbeit in den Fischerdörfern zu sehen.

Noch ein paar Details zum Schlosspark Putbus. Hier sind uralte Bäume und einige Exoten verwurzelt. Zur Verkostung lädt die Orangerie ein und der Badetempel des Friedrich-Wilhelm-Bades im Stadtteil Lauterbach ist sehenswert. Abgerundet wird das kulturelle Angebot der Stadt durch das klassizistische Residenztheater von 1821 und den Circus im Zentrum.

Die dampfbetriebene Schmalspurbahn mit dem Namen „Rasender Roland“, verkehrt mehrmals täglich zwischen Putbus und Göhren. Von Putbus ist es nur ein Katzensprung bis zu den Bädern der Ostseeküste Rügens, sowie der Kreideküste auf der Halbinsel Jasmund. Ein ausgebautes Rad- und Wanderwegnetz sorgt für ausgiebige Ausflüge zu den Naturschauplätzen Rügens. Die Insel ist der ideale Ort für einen Familienurlaub, fernab der Großstädte. Das Auto kann dank Bus und Bahn zu Hause stehen bleiben.

Der Kur- und Ferienort Göhren: Ein Ostseebad für allenach oben

Klares Wasser, saubere Luft und grüne Wiesen bis zum Horizont, das zeichnet die Landschaft der zwei 7 km langen Sandstrände aus. Zu jeder Jahreszeit können Sie tief durchatmen, da die Bewohner Rügens auf eine naturnahe Bau- und Lebensweise sehr achten. Die jodhaltige Meeresluft und der angenehme Seewind, sowie die abwechslungsreiche Natur, sind ein toller Erholungsort. Vor allem Großstadtkinder können mit den feinsandigen Stränden und den Wäldern viel erleben. Sonne, viele Sonnentage und eine unvergleichliche Atmosphäre sorgen für die Entspannung.

Dafür sorgen der angenehme Seewind, die besonders jodhaltige Meeresluft, die abwechslungsreiche Landschaft mit vielen markierten Wanderwegen und die feinsandigen Strände, die sich durch ihre Kinderfreundlichkeit und hervorragende Wasserqualität auszeichnen. Ein breitgefächertes Freizeitangebot bietet Abwechslung auch wenn die Sonne einmal nicht scheint.

Im Südosten Rügens liegt das Biosphärenreservat, welches auch das Ostseebad Göhren beinhaltet. Die hier ansässige Flora und Fauna sind einmalig in Norddeutschland. Pauschalreisen für Wanderer und Radfahrer sind im Frühjahr und Herbst besonders beliebt.

Die Ostseebäder Sellin und Baabenach oben

Fast direkt nebeneinander, grenzen die zwei Seebäder und bieten einen idyllischen Urlaubsort im Sommer, wie im Winter. Prachtvolle Villen und Pensionen stehen hier seit vielen Jahrzehnten. Sehr gepflegte und weitläufig angelegte Strände, mit Top Wasserqualität, laden zum Baden und Erholen ein.

Auf Rügen herrscht ein gesundheitsförderndes Klima vor. Edle Promenaden, traumhafte Sandstrände, sowie die Küstenwälder sind wunderschön. Im Biosphärenreservat Südost-Rügen gibt es ein kleines Paradies zu entdecken. Wander- und Fahrradwege für die Sportlichen und der „Rasende Roland“ für die ruhigeren Urlauber, sind genau das Richtige, um allen etwas zu bieten. Die Schmalspurbahn startet in Putbus und fährt Göhren, Sellin und Baabe an.

Die historische Seebrücke in Sellin ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde 1997 zu altem Antlitz restauriert, was sie zu einer Sehenswürdigkeit macht.

Kap Arkonanach oben

Die nördlichste Landspitze Norddeutschlands wird Kap Arkona genannt. Sammler von Fossilien werden hier immer wieder fündig. In recht hoher Anzahl gibt es Donnerkeile, Bernsteine, Seeigel und noch viel mehr. Fast das gesamte Kap Arkona wurde als „autofreie Zone“ ausgewiesen.

Die Kreisstadt Bergennach oben

Die Kreisstadt Bergen im Landkreis Rügen beherbergt rund 17.000 Bürger. Damit verfügt sie über das größte Gemeinwesen der Insel. Über 800 Jahre Geschichte stehen in Bergens Chronik bereits geschrieben und Bergen ist nicht nur kulturell einen Tagesausflug wert.

Sehenswerte Beispiele sind das Stadtmuseum, welches sich in einer Klosteranlage befindet, sowie die Marienkirche der Stadt Bergen. Der „Rugard“ mit seinem Burgwall, das Benedix-Haus und der Ernst-Moritz-Arndt-Turm machen die Geschichte der Insel sichtbar. Neben den Überresten der früheren Kulturen, fügen sich moderne Abschnitte hinzu, die stets erweitert werden.

Bergens zentrale Lage ist wie geschaffen, um von hier aus die Insel Rügens zu erkunden. Ob mit Bus oder Bahn und für sportliche Urlauber gibt es Fahrräder zum Ausleihen und weite Wanderwege. Eine Fahrt mit der Rügenschen Schmalspurbahn sollte unbedingt eingeplant werden. Der schönste Teil der Route heißt „Mönchgut“ und ist für Anwohner und Touristen gleichermaßen ein beliebtes Ziel.

Der „Rasende Roland“: Die Rügensche Kleinbahnnach oben

Die Kleinbahn „Rasender Roland“ dampft die alte Bäderstrecke ab, welche Putbus, Binz, Sellin, Baabe und Göhren. Er zeigt den Reisenden die Schönheit der Insel Rügen bereits seit 100 Jahren und zieht jedes Jahr mehr Besucher in seinen Bann. Fans von alten Dampfbahnen wird das volle Programm geboten, während die restlichen Passagiere sich an den landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten erfreuen. So ein Erlebnis findet man immer seltener in Europa. Seit 1996 ist der „Rasende Roland“ in privater Hand und die Zahl der Reisenden nimmt stetig zu, was auf eine sehr erlebnisreiche Fahrt hindeutet.

Die Naturschutzinsel Vilmnach oben

Die Insel Vilm liegt im Einzugsgebiet Rügens, gilt aber als eigenständiges Kleinod in der Küstenlandschaft Norddeutschlands. Mit nur 94 Hektar und einer Länge von 2,5 km, ist sie ein kleines Naturschauspiel, fast unberührt von Menschenhand. Der höchste Punkt liegt gerade einmal 37,7 Meter über Null und die Insel Vilm bietet eine Vielzahl an Flora als Musterbeispiel norddeutscher Natur. Die Mittel-Vilm verbindet die beiden Zentren der Insel. Es handelt sich hierbei um einen Strandwall mit einem Moränenkern im Inneren. Sandriffe, aktive Kliffs und junge Haken gestalten ein markantes Erscheinungsbild. Die Küste unterliegt einem steten Wandel, da einerseits abgetragen und auf der anderen Seite Material angespült wird.

Die Küstenformen variieren sehr stark und sind ein interessanter Anblick für Naturfreunde. Der menschliche Einfluss auf die Insel ist bis heute sehr gering, da sie seit 1936 dem Reichsnaturschutzgesetzes unterliegt. Das Naturschutzgebiet der Insel Vilm zählt seit 1990 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen. Nach der Wende wurde die Insel Vilm wieder für Naturbegeisterte zugänglich gemacht. Die Stadt Putbus hat den Auftrag vom Land Mecklenburg-Vorpommern erhalten, täglich eine Führung über die Insel Vilm zu organisieren, an der maximal 30 Personen teilnehmen dürfen.

Geschichte der Insel Vilm in Zahlen:

  • 1249: Das Hause zu Putbus verfügt über die Besitzrechte der Insel
  • 1336: 3 Einsiedler leben auf Vilm zur Errichtung einer Kapelle und eines Gehöftes
  • 1494: Altarweihe der restaurierten Kapelle am 22. September 1494
  • 1527: letzter großer Holzeinschlag auf der Insel
  • 1886: Errichtung eines Logierhauses
  • 1936: Insel Vilm wird Naturschutzgebiet
  • 1959: Sperrung der Insel für die Öffentlichkeit, hohe Staatsfunktionäre erhalten Ferienhaussiedlung
  • 1990: Internationalen Naturschutzakademie wird gebaut und eröffnet

Die Insel Hiddenseenach oben

Das Flair der Insel Rügen kann süchtig machen, so viel sei als Warnung ausgesprochen. Das Klima, die Landschaft und stete Veränderungen, machen Rügen zu einem Ort, den man wiedersehen möchte. Funkelnde Winterlandschaften, im Frühling erblühen die lila Heideblüten, im Sommer streifen Wolken vereinzelt das Territorium und im Herbst ist alles in Goldgelb gehüllt.

Hiddensee ist zu jeder Jahreszeit sehenswert.

Auf ihr haben sich schon Albert Einstein, Billy Wilder, Heinrich George, Thomas Mann, George Grosz und Joachim Ringelnatz niedergelassen. Die Insel reizt die Kreativität und lädt gleichermaßen zur Entspannung ein. Wer einmal in ihren Bann gezogen wurde, kauft nicht selten ein Haus auf der Insel, wie Gret Palucca und Gerhart Hauptmann es bereits taten. Möglichst in der Nähe vom Leuchtturm auf dem Dornbusch, der nachts in jede Himmelsrichtung strahlt.

Auch Hiddensee ist nahezu „autofrei“ und bis auf wenige Stellen, kann man ungestört auf den 19 Quadratkilometern verweilen. Auf der recht kleinen Insel herrscht eine Landschafts-Vielfalt vor, wie man sie in manchen Ländern nicht vorfindet. Endlose Sandstrände werden von steilen Klippen unterbrochen, weiter im Inland findet man karge Steppen und hohe Wälder. Salzwiesen und Moore geben sich die Hand, ein Paradies für Entspannungssuchende und Hobbyfotografen. Flora und Fauna könnten nicht üppiger sein. Dazwischen ein paar kleine Dörfer, mit blütenweißen Hausfassaden, umringt von grünen Wiesen. Auf der Insel Hiddensee läuft ein anderer, wesentlich langsamer Rhythmus. Urlauber können dem Alltagsstress entfliehen und ihrer hektischen Lebensweise für ein paar Tage ade sagen. Unter „söte Länneken“ versteht man eine ruhige Zone und die Wiederauferstehung der Gemächlichkeit. Diese Insel kann süchtig machen! Es kann sein, dass man sich bereits nach dem ersten Urlaub in sie verliebt hat.

Die Geschichte der Insel Rügennach oben

Es begann…

...vor 10.000 Jahren, das letzte Eis war gerade geschmolzen und die Ostsee war zu dieser Zeit weit über Null, wie wir sie heute kennen. Dennoch schafften es ein paar Inseln, aus dem Wasser emporzuragen. Dies waren Wittows, Granitz, Hiddensee und Jasmund. Doch die Spitzen der Inseln waren Wind und Wetter ausgesetzt, sodass sich Erde abtrug und im Strömungsschatten liegenblieb. Daraus formten sich Nehrungen (Verbindungen) zwischen den Inselkernen, wie die „Schmale Heide“ oder die „Schaabe“. Sie Schnitten Teile der Ostsee ab und erschufen Bodden daraus. Dieser Prozess des Abtragens und Ansammelns spielt sich auch heute noch ab. Die Meerstraße zwischen Rügen und Hiddensee ist ein Beispiel dafür, zwischen dem Zicker See und Kaming ein zweites. Zuerst waren es die Germanen auf der Insel Rügen, die sich nach der Eiszeit niederließen, auf dem, was die Ostsee zu diesem Zeitpunkt schon erlaubte. Nachweise für die Anwesenheit der Jäger und Sammler aus der mittleren Steinzeit und die ersten Bauern aus der Jungsteinzeit, wurden zahlreich gefunden. Feuersteine in Form von Messern, Beilen und Schabern, sowie Orte zur Herstellung, wurden in den letzten Jahren gefunden. Die Besiedlung der Insel Rügen ist in der Lietzow-Kultur verankert. Später ab dem 7. Jahrhundert, kamen noch slawische Völker auf die Insel und verweilten dort bis zu 12. Jahrhundert. Zwischenzeitlich errungen die Dänen noch den Sieg und zerstörten die Burg Arkona. Die Christianisierung folgte im Anschluss und es entstanden Kirchen in Bergen und anderen Städten.

Fürst Jaromar überlebte den Angriff der Dänen und ließ sich in der Rugardburg als neues Domizil nieder, da seine Burg Arkona zerstört worden war. 1325 gilt als Stichdatum zur Übernahme der Insel Rügen durch die pommersche Herrschaft und die Slawen mussten wieder zum Festland. Drei Jahrhunderte später, konkret 1648, regierte die schwedische Krone über die Insel Rügen, bis 1815, als Preußen die Herrschaft erlangte. Dies zeigt, wie beliebt das kleine Fleckchen Erde bei den verschiedenen Nachbarländern war.

Geschichtlicher Abriss der Insel Rügen

  • Ca. 8.000 v. Chr.: Rügen und Hiddensee werden ab der mittleren Steinzeit besiedelt. Dies wurde durch gefundene Pfeilspitzen bei Silvitz, Bergen und Stedar nachgewiesen. Darunter auch eine Harpune aus Rentiergeweih bei Venz.
  • 4.000 bis 3.000 v. Chr.: Die Lietzow-Kultur breitete sich aus und hinterließ dabei Geräte aus Feuerstein und der älteste Schädel auf der Insel Rügen verblieben im Erdboden.
  • 3.000 bis 1.800 v. Chr.: Aus dieser Zeit wurden sehr große Ansammlungen von Keramikerzeugnissen bei Gingst gefunden, welche in Großsteingräbern niedergelegt waren.
  • Ca. 1.800 v. Chr.: Ab dann wurden die Einzelgrabkulturen verstärkt genutzt.
  • 1.800 bis 600 v. Chr.: Die Bronzezeit begann und hinterließ zerbrochene Urnen im Erdreich, die auf eine Verbrennung der Toten hindeuten. Auch einige künstlich angelegte Hügelgräber konnten entdeckt werden. Dem Namen der Zeit würdig, fand man Bronze-Waffen und Schmuck
  • 600 v. Chr. Bis 75 n. Chr.: Einfluss der Römer auf das Kunsthandwerk Rügens, das womöglich durch Tauschhandel auf die Insel gelangte.
  • 3. bis 6. Jahrhundert: Die Rugier wandern auf das Festland über und ließen Rügen und Hiddensee hinter sich, um sich im Süden anzusiedeln.
  • 7. bis 13. Jahrhundert: Mit dem 7. Jahrhundert trafen die Ranen auf der Insel Rügen ein und besiedelten eine fast menschenleere Landschaft. Die Tempelburg Arkona steht im Mittelpunkt des Glaubens, nachdem die Kultstätte Rethra zuvor zerstört worden war. Die Slawenfürsten ernennen den Rugard bei Bergen zur ihrem Verwaltungszentrum.
  • Um 1.000: Adam von Bremen schreibt die erste Chronik der Insel Rügen und im 12. Jahrhundert wird Rügen in der „Chronik der Wenden“ von Helmold von Bosau erwähnt.
  • 1168: Dänenkönig Waldemar I. und Bischof Absolon erobern die Insel und zerstören die Tempelburg Arkona. Fürst Jaromar unterwirft sich und wird dänischer Lehnsträger. Die Christianisierung Rügens und Hiddensees beginnt.
  • 1193: Das Zisterzienserrinnenkloster in Bergen wird erbaut und die darin enthaltene Marienkirche ist bis heute der älteste Sakralbau Rügens.
  • 1296: Fürst Witzlaw II. übergibt die Insel Hiddensee dem Zisterzienserkloster Neuenkamp (Franzburg bei Grimmen).
  • 1297: Mönche ziehen in das fast fertige Kloster auf Hiddensee ein. Der Ortsteil Grieben wird erstmals in der Chronik festgehalten.
  • 1319: Aufzeichnungen über die Stadt Garz festgehalten.
  • 1325: Der letzte Slawenfürst, Witzlaw III. verstirbt und es gibt keinen Minnesänger im norddeutschen Raum mehr. Das ranische Fürstenhaus bricht zusammen und das Herzogtum Pommern erlangt die Macht über Rügen, Hiddensee und das dazugehörige Festland. Das dänische Bistum herrscht noch zwei Jahrhunderte über die Kirchen.
  • 14. bis 15. Jh.: Die Adelsgeschlechter nehmen ihre Vormachtstellung auf der Rügen und Hiddensee ein. Unter ihnen setzt sich das Geschlecht derer zu Putbus an die Spitze.
  • 1534: Pommern wird der protestantische Glauben durch den Landtag aufgezwungen. Die Klöster in Bergen und auf Hiddensee werden säkularisiert, um sie dem pommerschen Herzog zu übergeben.
  • 1613: Bergen erhält das Stadtrecht.
  • 1621 - 1631: Ein großer Brand Im Oktober 1621 zerstört Bergen fast vollständig.
  • 1625 Die Pest erreicht Rügen und wird zu einer Epidemie bis 1629. Dazu kommt Hungersnot, ausgelöst durch den Dreißigjährigen Krieg. Zahlreiche Plünderungen und das Besetzen der Insel Rügen durch Schweden, Dänen und den Truppen Wallensteins sind zwischen 1627 und 1631 an der Tagesordnung.
  • 1637: Herzog Bogislaws XIV stirbt und das pommersche Fürstenhaus erlischt. Die Kurfürsten von Brandenburg erhalten den Besitz, aber informell herrscht Schweden über die Insel Rügen.
  • 1648: Den Schweden wird Rügen und Westpommern durch das Westfälische Frieden zugesprochen.
  • 1650: Schwedens Feldmarschall Carl Gustav von Wrangel, zeitgleich auch Generalgouverneur von Pommern und Rügen, gibt den Umbau desSchloss Spyker auf Rügen zu einer ansehnlichen Residenz in Auftrag.
  • 17. bis 18. Jh.: Das „Bauernlegen“ zwingt fast die gesamte Landbevölkerung Rügens in die Leibeigenschaft. Adelige Gutsherren nehmen sich willkürlich die Güter der Bauern und unterwerfen sie einer sklavenähnlichen Herrschaft. 15.000 der Bauern Rügens sind 1783 Leibeigene.
  • 1657: Im Schwedisch-Polnischen Krieg werden mehrere Ortschaften durch die dänische Flotte zerstört. Ratsherr Berend von Wolfradt kauft die Insel Hiddensee, Schweden behält aber die Oberhoheit.
  • 1678: Verbündeter der Dänen, Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, bringt seine Truppen im Krieg gegen die Schweden (1674-1679) in der Bucht von Stresow unter, um die schwedischen Festungen zu stürmen. Rügen bleibt Standhaft und im Besitz der Schweden.
  • 1715: Fürst Leopold von Anhalt-Dessau lässt seine Truppen im an der Südküste Rügens stationieren und beendet die Herrschaft der schwedischen Truppen unter König Carl XII.
  • 1769: Am 2. Weihnachtsfeiertag wird Ernst Moritz Arndt geboren. Er ist der Sohn eines aus der Leibeigenschaft befreiten Bauerns.
  • 1806: König Gustav IV. Adolf verbietet in allen deutschen Besitzungen der schwedischen Krone die Leibeigenschaft.
  • 1810: Die Stadt Putbus wird durch Wilhelm Malte I. gegründet.
  • 1815: Hiddensee und Rügen gehören durch einen Beschluss des Wiener Kongresses fortan Preußen an.
  • 1816: Das zweite Bad der Insel wird durch Fürst Wilhelm Malte I. eröffnet.
  • 1826: Karl Friedrich Schinkel gibt den ersten modernen Leuchtturm bei Arkona in Auftrag, der 75 Jahre mit Petroleum brennt.
  • 1835: Das Kloster „Zum Heiligen Geist“ in Stralsund besitzt Hiddensee.
  • 1837 - 1843: Errichtung des fürstlichen Jagdschlosses Granitz.
  • 1844: Eine Fabrik zur Herstellung von Schlämmkreide in Sassnitz entsteht.
  • Ab 1860: Sassnitz erlangt den Titel des größten Badeorts Rügens.
  • 1864: Die Küste Hiddensees wird Austragungsort vieler Seegefechte im Deutsch-Dänischen Krieg und sechs Jahre später beim Deutsch-Französischem Krieg.
  • 1872: Fund des Hiddenseer Goldschatzes.
  • 1883: Das Eisenbahnprojekt Stralsund-Altefähr wird ins Leben gerufen. Die Bahnstrecke verläuft zunächst bis nach Bergen.
  • 1895: Eine Schmalspurbahn geht zwischen Binz und Putbus an den Start, um Personen und Güter auf der Insel zu transportieren.
  • 1897: Trelleborg und Sassnitz entwickeln eine regelmäßig fahrende Linie aus Dampfern, um Personen und Waren zu transportieren.
  • 1909: Die ersten Eisenbahnfähren zwischen Trelleborg und Sassnitz kommen zum Einsatz.
  • 1936: Der 2,5 km lange Rügendamm wird gebaut und verbindet die Insel mit dem Festland.
  • 1938: Das „Kraft-durch-Freude“-Bad Poroa auf Rügen wird gebaut, doch das Vorzeige-Projekt der Nationalsozialisten wird nie fertiggestellt.
  • 1945: Luftangriffe zerstören am 6. März die Sassnitzer Hafen- und Bahnanlagen. Ein deutscher Kommandeur befiehlt noch vor dem Kriegsende die Sprengung des Rügendamms. Im September enteignete man die Gutsbesitzer auf Rügen und Hiddensee und Polen will die Insel Rügen zu einem UNO-Protektorat umwandeln lassen.
  • 1946: Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann wird auf Hiddensee am 28. Juli beigesetzt.
  • 1949: Das Fischkombinat Sassnitz wird eingerichtet.
  • 1952: Bauern setzen sich zur Wehr, müssen aber der Gründung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft zusehen. Die LPGs nehmen 1960 die letzten selbstständig arbeitenden Betriebe auf.
  • 1953: Die „Aktion Rose“ betitelt die Enteignung von Pensions- und Hotelinhabern, die sich angeblich einiger Wirtschaftsverbrechen schuldig gemacht haben.
  • 1964: Das „Rügen-Radio“, eine Hochseefunkanlage, nimmt den Betrieb auf.
  • 1972: Große Ferienanlagen entstehen in Binz und anderen Badeorten, die zunächst fast nur den Mitgliedern des FDGB vorenthalten waren.
  • 1986: Mukran beginnt mit seinen Güterfähren und zwischen Rügen und dem litauischen Klaipeda wird eine direkte Anbindung geschaffen. Veranlasst durch die Westgruppe der Roten Armee, wollte diese nicht mehr den Landweg durch das politisch instabile Polen nehmen.
  • 1989: Auf Rügen wird gegen die SED-Regierung demonstriert. Der größte Widerstand bildet sich in Bergen.

Die Museen der Insel Rügennach oben

(Alle Adressen der Museen finden Sie im Rügen A-Z unter dem Stichpunkt „Museen“)

Bergen

Stadtmuseum Bergen

Nahe der Marienkirche, der ältesten Kirche Rügens, kann das Museum der Stadt Bergen besichtigt werden. Die Geschichte der Stadt und der Insel Rügen wird hier in vielen Fassetten dargestellt.

Im Museum sind unter anderem die slawischen Gottheiten und Tempelburgen Rügens zu sehen. Auch deren Zerstörung, sowie die Christianisierung erweckt man hier zum Leben. Weitere Themen sind das Fürstentum Rügens im Mittelalter, sowie die Geschichte des Zisterzienser-Nonnenklosters in Bergen.

Binz

Jagdschloss Granitz

Das Waldgebiet Granitz liegt 106m über null und beherbergt das Jagdschloss Granitz, erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus, im Jahr 1837. Der 38 Meter hohe Aussichtsturm bietet einen fantastischen Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Über 154 Stufen gelangt man auf einer gusseisernen Wendeltreppe nach oben. Ein historisch erhaltener Salon zeigt das Leben der Fürstenfamilie vor 150 Jahren und deren Geschmack für Raumgestaltung. Darunter auch eine Sammlung der verschiedenen Hirscharten, darunter auch einige heute gefährdete Exemplare. Hinzu kommen regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen für Kunst- und Kulturliebhaber, sowie Konzerte im Marmorsaal des Schlosses Granitz. In der historischen Brennerei können Besucher eine Kellergaststätte der besonderen Art erleben. Dorthin gelangt man über den Jagdschloss-Express oder die Seebrücke Binz. Auch die Kleinbahn hält in der Nähe des Schlosses.

Binz Museum

Zu finden im Zentrum von Binz, im Untergeschoss der „Villa Odin“. Eine nahezu lebendige Ausstellung zeigt das Alltagsgeschehen im Ostseebad Binz um die Jahrhundertwende. In dieser Epoche gab es die spannendsten Veränderungen im Ort. Für einen realistischen Eindruck wurde dort ein Pensionszimmer originalgetreu nachgebildet. Eine Kollektion der Bademode um 1900, sowie historische Gebrauchsgegenstände runden das Kulturangebot ab. Dazu gibt es Führungen und umfangreiche Wissenssammlungen. Wen die Sammelleidenschaft alter Postkarten gepackt hat, dem wird beim im Museum Binz das Herz aufgehen. Von hier wurden sie vor über 100 Jahren an die Liebsten auf dem Festland entsandt und heute liegen sie an ihrem Ursprungsort. Mindestens einmal am Tag wird ein Diavortrag gehalten.

Fälschermuseum

Die Binzer Strandpromenade hat vieles zu bieten, unter anderem die Galerie „Jahreszeiten“ mit ihrem Fälschermuseum. Siebzig Repliken bekannter Kunstwerke werden hier ausgestellt. Die Kopien der alten Mister wie van Gogh, Monet oder Renoir können hier auf Fehler überprüft werden. Die Exponate im Fälschermuseum Binz sind Replikate von Gemälden, die auf Auktionen zu unwahrscheinlich hohen Preisen verkauft wurden, deren Originale gar nicht mehr in der Öffentlichkeit stehen. Darunter van Goghs „Sonnenblumen in voller Blüte“, die „Südseefrauen“ Gauguins, sowie die „Kreidefelsen in der Morgensonne“ von C. D. Friedrichs.

Dänholm

Deutsches Meeresmuseum

Die landschaftlich sehr reizvolle Kleininsel Dänholm ist zu finden zwischen Stralsund und Rügen und beherbergt das Deutsche Meeresmuseum. Bemerkenswerte Großexponate der Meeresforschung, Hydrographie und Fischerei werden hier ausgestellt. Eine Ausstellungshalle und ein großzügiges Freigelände geben Einblick auf Fanggeräte, Boote und Utensilien der Nautik, wie sie die vorpommerschen Fischer genutzt haben. Daneben auch Stücke aus der deutschen Hochseefischerei, die zusammen ein lebensechtes Bild von der Arbeit eines Küstenfischers wiedergeben, ob auf dem Boot oder an der Reuse. Zudem die Meeresforschung, welche vor allem im Unterwasserlabor „Helgoland“ dargeboten wird. Angelegt zum Ruhestand hat die „Stephan Jantzen“, Deutschlands größter Eisbrecher.

Dranske

Heimatmuseum

Einen Steinwurf vom „SPAR-Markt“ entfernt, im Zentrum des Ortes, steht das Heimatmuseum. Geschichtliche Ereignisse des Ortes Dranske und der Halbinsel Bugs sind hier zu finden. Darunter die Bereiche Militär, Landwirtschaft, Fischerei, Fremdenverkehr und eine Fossiliensammlung. ("Die Steine des Mimen") Letztere sind Bestandteile des DEFA-Schauspieler Willi Neuenhahn. Der 40 Jahre immer wieder in Dranske seinen Urlaub verbrachte.

Garz

Ernst-Moritz-Arndt Museum

Garz befindet sich im Süden der Insel und ist die älteste und war bis vor drei Jahrhunderten auch die einzige Stadt Rügens. In der Geschichte kam dem kleinen Städtchen viel Bedeutung zu, die man heute nicht mehr erkennen könnte, wenn es nicht das Ernst-Moritz-Arndt Museum gäbe. Wenige Schritte vom slawischen Burgwall entfernt, kann man das älteste Heimatmuseum Rügens besuchen. 1929 mit der Sammlung begonnen, wurde1937 hier der Museumsbau errichtet. Seinen Namen verdankt es Ernst-Moritz-Arndt, der in Groß Schoritz geboren wurde und seine Kindheit auf Rügen verbrachte, bevor er ein anerkannter Dichter, Schriftsteller und Professor an Universitäten wurde. Ihm zu Ehren wurde auch eine Präsentation im Museum eingerichtet. Das beschauliche Museum ist ein Geheimtipp, abseits vom Massentourismus. Hier liegt die Geschichte Garzs für alle Kulturinteressierten offen. Auch heute noch kann das Geburtshaus von Ernst-Moritz-Arndt in Groß Schoritz besucht werden.

Gingst

Historische Handwerkerstuben

Dieses Museum liegt auf der Luftlinie nur 200m vom Marktplatz entfernt. Es kann mit dem Bus auf der Linie Bergen – Gingst – Ummanz oder dem Auto erreicht werden. Parkplätze, ein Museumscafé, sowie Wochenmärkte und weitere Veranstaltungen machen die Geschichte lebendig, damit auch Kinder und Jugendliche Spaß an der Kultur haben. Zwei Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert beinhalten die Historischen Handwerksstuben und wurden von durch eine Initiative der Gingster Schüler im Jahr 1971 gestaltet. Die Dauerausstellung zeigt die Arbeits- und Wohnverhältnisse um 1900. Wie es den Schuhmachern, Webern und Schneidern erging, was in der Schmiede hergestellt wurde und mit welchen Spielsachen sich die Kinder beschäftigten, kann hier nachempfunden werden. Die Fingerhutschau und Sonderausstellungen sind weitere Highlights. Vor allem im Sommer ist der romantische Museumshof gern besucht und die Dorfältesten erzählen von der „guten alten Zeit“.

Eine Abgabenquittung aus dem Jahre 1232 ist der älteste Beleg für die Existenz der Stadt Gingst. Der Raum wurde durch die Landwirtschaft geprägt und stellte zudem ein Zentrum des Handwerks und Handels auf Rügen dar. Bei Grabungen wurden sehr viele Funde in direkter Nähe zum Ort als Nachweis gefunden. Das Historische Handwerkermuseum zeigt einen interessanten Querschnitt von fast 50 Berufsarten. Die frühe Geschichte zeigt Töpfer und das Arbeiten in den Salzwerken. Die Zünfte der Schneider, Schuhmacher und Weber siedelten sich im Mittelalter an. Das Handwerk wurde besser bezahlt als die Landwirtschaft, wodurch manche Meister einen hohen Status in der Gesellschaft genossen. Die Privilegien der einheimischen Handwerker blieben aufrecht, bis das Marktrecht abgeschafft wurde. Händler aus Stralsund hatten zuvor kaum eine Chance im Wettbewerb. Durch das geschützte Handwerk, konnte sich dieses im Ort profilieren. Heute findet man die Überreste der Geschichte im Weberhaus, welches als Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise zu empfehlen ist. Zu jener Zeit, stellten die Schüler des Ortes Gingst die Exponate vor, nach 1973 gab es keine Bewohner mehr im Handwerkerhaus. Durch zahlreiche Spenden konnte der Bestand an Exponaten zu einer beachtlichen Größe erweitert werden. So kam es auch zur Namensgebung „Historische Handwerkerstuben“. Die sehr detailgenaue Abbildung des damaligen Lebens ist beeindruckend und es wird ein Gefühl der vergangenen Zeit vermittelt.

Fingerhüte im Museum Gingst

Wen die Sammelleidenschaft von Fingerhüten gepackt hat, der muss einmal in seinem Leben hier gewesen sein. Das Fingerhüte Museum in Gingst sammelt seit 1997 fleißig die verschiedensten Modelle. Begonnen hatte es mit der Sammlung einer Dame, die Fingerhüte aus aller Welt mitbrachte. Brigitte Komischke aus Lieschow, kann nunmehr über 700 Fingerhüte ihr eigen nennen und hat einen internationalen Fundus auf die Insel Rügen gebracht. Materialien wie Keramik, Porzellan und Silber, sowie Messing und einfache Varianten aus Leder, gibt es hier zu sehen. Handwerkliche Meisterstücke stehen neben überzogen kitschigen Modellen und sind zwischen 5 und 55 mm groß. Gravuren, Gedenken an die Berliner Mauer, Blumen-Motive und Jubiläums-Anfertigungen, nahezu jeder Geschmack wird befriedigt. Kaum zu glauben, dass so kleine Helfer einen Eindruck der Kulturgeschichte vermitteln können. Doch die 150 Exponate und Zubehör sprechen für sich. Anzutreffen sind die kleinen Kunstwerke in den Historischen Handwerkerstuben im Museum Gingst.

Sonderausstellung Kürschnerhandwerk

Der letzte Kürschnermeister Rügens, Uwe Hinz, zeigt in einer Sonderausstellung die Erzeugnisse und Werkzeuge seines Handwerks. Das Kürschnern zählt zu den ältesten Gewerken und konnte auch auf der Insel Rügen nachgewiesen werden. Dazu diente das Siegel der Priorin des Bergener Klosters. Am 29. August 1384 entschied Gheze von Putbus über die Innungsprivilegien der Kürschner und Pelzer. Mit „crusina“ wird im Lateinischen der Pelzrock beschrieben und daraus leitet sich der Begriff des Kürschners ab. Damals wurde das Fell noch auf natürliche und umweltfreundliche Weise verarbeitet. Doch die industrielle Massenfertigung, mit ihren chemischen Gerbstoffen, führte zum Untergang des alten Handwerks. Uwe Hinz und sein Vater lassen das Kürschnerhandwerk in ihrem Museum aufleben.

Göhren

Heimatmuseum Göhren

Die alte Hausstelle diente einst als Unterkunft für Fischer, Bauern, Losten und Seefahrer. Heute ist sie das Museum für die Geschichte des Mönchguts und deren Bewohner. Dazu gehört die Agrarwirtschaft, welche auch auf dem Museumshof dargestellt wird. Im Rookhus (Rauchhaus) hat man die rügensche Lebensweise der Kleinbauern lebhaft rekonstruiert. Neben dem schornsteinlosen Haus, gibt es noch das Museumsschiff „Luise“ zu besichtigen. hier gibt es eine Ausstellung mit Waren der Frachtschifffahrt um Rügen zu sehen.

Gummanz

Kreidemuseum

Rügens Halbinsel hat eine Sehenswürdigkeit, die man nicht übersehen kann: Ihre Kreidefelsen. Ob auf See oder der Insel, die Kreidebrüche sind teils natürlich und teils durch die Gewinnung entstanden. Das „weiße Gold“ wurde über 200 Jahre abgebaut und die dafür verwendeten Originalwerkzeuge, sowie die damit verbundene Geologie, sind im Kreidemuseum auf Rügen Jasmund ausgestellt. Das Freilichtmuseum bietet hierfür einen umfangreichen Lehrpfad, der auf 1,5 km Länge zum „Kleinen Königsstuhl“ führt. Von hier kann man einen weiten Blick über Jasmund, die Bodden und große Teile Rügens genießen. Das Kreidemuseum liegt nahe der Hotelanlage „Steigenberger Maxx Resort“ in Neddesitz.

Hiddensee

Dat söte Länneken Heimatmuseum

Am Außenstrand vom Kloster gelegen, im Inneren von Hiddensee, nahe dem Hafen, steht das Heimatmuseum. Hier hatte die Seenotrettung lange Zeit ihren Hauptsitz. Nachbildungen des Goldschmucks der Wikinger aus 1872, sowie eine Sammlung von Bernsteinen, sind hier ausgestellt. Die Natur Hiddensees, sowie die Geschichte der Insel sind hier mit vielen Stücken belegt und zeigen das Leben der Inselbewohner in der Vergangenheit und heute.

Gerhart-Hauptmann Haus

In Kloster, dem nördlichen Teil der Insel Hiddensee, in einer traumhaften Lage, steht das Gerhart-Hauptmann-Haus, ein Museum und Gedenkstätte.

Haus Seedorn

Hier hat der Dichter Gerhart Hauptmann seine Sommer von 1926 bis 1943 verbracht. Leben und Arbeit spielte sich hier für ihn ab und seit 1956 kann die Öffentlichkeit die Räumlichkeiten und damit sein Schaffen nachvollziehen. Schlafräume, Weinkeller, Arbeitszimmer und vieles mehr gibt es zu entdecken. Hauptmanns Leben ist ein Beispiel für die vielen Künstler und Maler, die sich auf Hiddensee niederließen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Neben ihnen, waren es auch Fischer und Poeten, wie Hauptmann selbst, die sich in den 20iger und 30iger Jahren dem ruhigen und schöpferisch tätigen Leben widmeten. Die Ausstellung zeigt die Arbeit und Werke Hauptmanns, wie er zur Insel Hiddensee stand und wie seine Stücke heute noch in Theatern inszeniert werden.

Kap Arkona

Museum zur Seenotrettung und über Leuchttürme

Die Halbinsel Wittow bietet im Norden das Kap Arkona, welches landschaftlich und kulturell zu einer Legende geworden ist. Karl Friedrich Schinkel gab 1826/27 mehrere Leuchtfeuer in Auftrag, deren Geschichte und weiterhin vieles über die Seenotrettung in einem Museum nachempfunden werden kann. Der Marinepeilturm von 1827 steht für Besucher offen und bietet einen hervorragenden Blick über das Kap. Neben dem Museum, sind noch die internationale Ausstellung „Ostsee“ und die Exponate zur slawischen Burg Arkona sehenswert. (Jaromarsburg, zerstört 1168) Im Bunker wurden weitere Funde für eine Ausstellung zusammengetragen.

Middelhagen

Schulhaus

In Middelhagen entstand 1825 das Schulhaus, in dem ca. 150 Jahre lang Dorfschullehrer die einheimischen Kinder unterrichteten. Heuer werden die Kinder in Binz, Göhren und Bergen gebildet, das Schulhaus hat man aber behalten und zu einem Museum umfunktioniert. Wer möchte, erlebt hier eine historische Unterrichtsstunde und erfährt mehr darüber, wie man die Schule auf dem Mönchgut weiterentwickelt hat. Es können auch die Lebensverhältnisse eines Kantors und Dorfschullehrers nachvollzogen werden.

Prora

KdF Museum Prora

Zu Gedenken des ehemaligen KdF-Seebades Prora, wurde dieses Museum eingerichtet. „Der Koloss von Rügen“, eine interessante Geisterstadt entlang des Strandes, ist nördlich von Binz zu finden. Erfahren Sie die Geschichte im Prora-Museum und wie diese zum Leben erweckt wird, sowie die Unterschiede zur Gegenwart. Fakten zum „Kraft durch Freude“-Seebad, das auf 20.000 Personen ausgelegt war und wie die Gebäude heute genutzt werden. Für Besucher empfehlen wir „Die Reise durch den Alltag der DDR“ und den „Rügenkoloss“. Das Turmperiskop ermöglicht den Blick über die Anlage. Originale Räume, Großmodelle der KdF-Anlage, sowie Multimedia-Computer bieten ein großes Unterhaltungsprogramm.

Grafikgalerie

Ebenfalls einen Abstecher wert, wenn man in der Museumsmeile Prora (weißer Block) umherwandert. „Der Zweite Blick – Der Weite Blick“ ist ein Teil der Sammlung Carl und Carin Vogels und enthält bedeutende deutsche Exponate. Mit fast 4.000 Druckgrafiken von 250 Künstlern, wird das Leben von 1900 bis in die Gegenwart dargestellt. Knapp 100 Kabinette wurden dafür hergerichtet und jedes bietet einen Meerblick. Auf fünf Etagen verteilt, kann die Druckgrafik-Ausstellung bewundert werden. Tiefe Einblicke in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts sind garantiert.

Museum zum Anfassen

Das moderne „Hands-On“-Museum bricht mit den Traditionen und ermöglicht das Anfassen vieler Exponate des „Kraft durch Freude“-Seebades. Hautnah erleben Sie die Technikwelt der Insel und mit umfangreichen Informationen zur Entstehung. Das familienfreundliche Museum bietet neben seinen Hallen auch ein Freigelände mit Exponaten zum Berühren und Ausprobieren. Experimente mit Licht, Energie, Schall und Mechanik, zeigen in den Bereichen Auto, Bahn und Flugverkehr, was in der Vergangenheit bereits möglich war. Erfolge, aber auch Irrwege der Wissenschaften werden lebhaft dargestellt.

Erlebnismuseum Wasserwelt

Das Leben auf einer Insel verbindet zwangsläufig mit der Wasserwelt und im Erlebnismuseum können verschiedene Höhepunkte nachempfunden werden.

  • Die besonderen Eigenschaften des Materials „Wassers“
  • Warum Wasser für Leben, Experimente und die Seefahrt so wichtig ist.
  • Ein Modellboote-Ozean macht Sie zum Kapitän der Ostsee.
  • Kinder können spielerisch mit Pumpen, Seifenblasen, Schleusen und Strudeln verschiedene Vorgänge testen.
  • Wasser und Waschen im Haus.

Eisenbahn- und Technik Museum

Im Eisenbahn- und Technikmuseum Prora auf Rügen, kann mit dem Zug und dem PKW erreicht werden. Gegenüber vom Bahnhof Prora an der Bundestraße B 196a, ist es nicht zu verfehlen. Kleine und große Eisenbahnen, zwei bis 250 Tonnen schwer, der verschiedensten Kategorien können bestaunt werden. Die größte Lok Europas wurde in diesem Technik-Museum untergebracht. Nach der Erweiterung im Herbst 2000, können nun geschichtliche Ereignisse auf 7.500 Quadratmetern Fläche ausgestellt werden. Dadurch hat es auch den Titel des größten Verkehrsmuseums Mecklenburg-Vorpommerns. Zu den Loks gesellen sich PKW-Oldtimer, Zugmaschinen, Feuerwehrwagen, Traktoren und NVA-Fahrzeugen.

Rügen Museum

In der 4. und 5. Etage auf 750 qm, gibt es mehrere Modellanlagen und Großbilder zum Thema „Von der Inselwerdung bis zur Gegenwart“ zu erleben.

Die 4. Etage bietet außerdem das Rügenmuseum 1, mit der „Schülerbilderwelt“, Aufzeichnungen aus Binz und Helsingborg. Eine Schiffsmodellschau, drei „KdF“-Schiffe-Kabinetts, sowie ein KdF-Urlauber-Zimmer und Kunst der NVA, runden das Angebot ab.

Das Rügenmuseum 2 befindet sich in der 5. Etage, mit Modellen der Insel von 1168, aus der Besatzungszeit der Dänen und Schweden, sowie ein Modell der Wasser-Simulationsanlage. Das vierte Modell des Stockwerks stellt den Landschaftsschutz der Insel und Hanse dar.

25 Schlösser und Herrenhäuser auf Rügen, die kulturgeschichtlich wertvoll sind. (4 PKW-Reiserouten)

Wiener Kaffeehaus mit Ostseeblick auf Prorer Wiek.

Putbus

Puppen- und Spielzeugmuseum

Erinnerungen an die Kindheit kommen wieder, wenn man die Geschichte im Spielzeugmuseum des 19. Und 20. Jahrhunderts nachempfinden kann. In Zeiten ohne Smartphones und Computer, wurden Kinder noch ganz anders beschäftigt. Das Puppen- und Spielzeugmuseum steht im „Affenhaus“ des Putbuser Schlossparks. 35 Puppenstuben beherbergen 400 Puppen und Teddys, sowie umfangreiches Spielzeug aus zwei Jahrhunderten. Das seit 1830 genutzte Affenhaus bietet mit seiner Museumskiste auch Trödel und kleine Antiquitäten für den interessierten Sammler. Mit „Puppen selbst fertigen“, gestaltet das Museum verschiedene Kurse für Porzellanpuppen, Modellierarbeiten, Schneidern, Formenbau u.v.m. Nach getaner Arbeit, kann im Museumscafé mit Terrasse gespeist werden. Auch das „Spielen in der DDR“, gibt es Zeichen der Zeit zu sehen, wie sie die Stadt Putbus erlebt hat.

Historisches Uhren- und Musikgeräte Museum

Die Zeit vergeht immer, aber wie man sie misst, das hat sich über die Jahre verändert. Die Entwicklung der Uhren, sowie der Musikgeräte, kann im gleichnamigen Museum auf der Insel Rügen entdeckt werden. Gegenüber vom Putbuser Park, in einem historischen Haus des Klassizismus, stehen über 600 Exponate, die Museumsgründer und Sammler Franz Sklorz zusammengetragen hat. Eine sachkundige Führung wird mehrmals täglich angeboten, um die Uhren und mechanischen Musikinstrumente samt Herkunft zu erklären. Ein „alter Uhrenmacher“ verrichtet jeden Tag seine Arbeit und freut sich über viele Fragen zu seinem Handwerk. Das Museum auf der Insel Rügen ist einmalig!

Putgarten

Historische Druckwerkstatt am Kap Arkona

Zum Gutenberg-Jubiläum im Jahr 2000 und um nachfolgenden Generationen etwas vom Buchdruck zeigen zu können, wurde 1999 am Kap Arkona die nördlichste Buchdruckerei Deutschlands mit dem Titel „Historische Druckwerkstatt“ gestaltet. Pädagogen führen durch das Museum, um zu zeigen, was Buchdrucker und Schriftsetzer für einen Aufwand hatten, bevor es moderne Druckereien gab. Die Setzanlagen im Museum gehören entweder zum Typ „Lino“ oder „Mono“. Wer möchte, kann seine eigene Rügengruß-Postkarte in der Druckerei aufsetzen und damit aus eigener Hand erfahren, wie die Tinte auf das Papier kommt. Der Shop bietet weitere Druckerzeugnisse, Souvenirs, sowie Literatur zum Thema und der Insel Rügen. Dank Kindermalbücher, Rügen-Puzzle und Aphorismendrucke, kann von Besuchern jeden Alters ein Andenken mitgenommen werden.

Sagard

Deutsches Boxsport Museum

Einige in der Welt einmalige Überbleibsel der Boxgeschichte sind im Sagarder Boxsport-Museum zu finden. Aus aller Welt wird die Sammlung begutachtet und erweitert. Fachkundige Leiter führen durch das prestigeträchtige Museum und machen den Aufenthalt eines jeden Rügen-Gastes zu einem Erlebnis. Das Museum hat bislang 19.000 Exponate sammeln können und liegt im Zentrum von Sagard. Folgende Abteilungen sind vorhanden:

  • Boxen auf Rügen
  • Boxen in Mecklenburg-Vorpommern
  • Boxsport in der DDR
  • Boxsport in Deutschland
  • Boxen im Zeichen der Olympischen Ringe
  • Boxsport international
  • Asse von einst
  • Berufsboxsport vor der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart
  • Deutsche Boxsportpersönlichkeiten

Sassnitz

Fischerei- und Hafenmuseum

Bummeln und Speisen ist um Stadthafen und dem darin enthaltenen Museum jederzeit möglich. Geparkt werden kann vor Ort, zwei Zufahrten sind dafür ausgeschildert. Das 1996 eingerichtete Museum zeigt die Geschichte der Stadt, des Hafens und der Fischerei der letzten 100 Jahre. Auf 300 qm Fläche, hat man sich auf zwölf Schwerpunkte festgelegt. Erstes Beispiel ist die erste Fischerei-Genossenschaft 1928. Wie gestaltete sich die Hochseefischerei um 1949 und wie verlief die Entwicklung nach der Wende? Dieses Museum hat Antworten auf viele Fragen. Ein weiterer Aspekt, die „Königslinie“, die Schiffverbindung nach Trelleborg und Einblicke in andere Häfen wie Sassnitz und Mukran, sowie die Bäderschifffahrt, werden mit vielen Bildern und Texten dargestellt. Höhepunkt des Rundgangs, der 26m-Kutter, ein Original der Rügen-Fischerei. Direkt am Kai, im Stadthafen, steht das Museum.

Museum für Unterwasser Archäologie

Auch unter Wasser werden Schätze und Beweise für die Geschichte Rügens gefunden. Der ehemalige Fährhafen Sassnitzs, wurde in einem denkmalgeschützten Glasbau zu einem Museum umfunktioniert, gibt aber zeitgleich den Blick auf den Hafen und Ostsee preis. Tauchfunde aus über 6.000 Jahren Geschichte sind zu sehen. An 1.700 km Küsten des Bundeslandes, sowie in unzähligen Seen, trug man die Exponate der Unterwasser-Archäologie zusammen. Darunter versunkene Siedlungen der Steinzeit und Wasserburgen aus dem Mittelalter. Kriegsschiffe der Schweden, Boote der Slawen und vieles mehr warten auf den Besucher. Sogar das älteste Schiffgeschütz des Landes hat hier seinen letzten Verwendungszweck gefunden: Das Näherbringen der aufregenden Geschichte Rügens.

Sellin

Bernstein Museum

Das Zentrum des Ortes ist nicht nur schön anzusehen, sondern bietet auch ein Bernstein Museum, sowie ein Fachgeschäft, rund um das Sammeln des begehrten Materials. Jürgen Kintzel veredelt in seiner Goldschmiede-Werkstatt die prächtig schimmernden Bernsteine. Im Museum gibt es das Bernsteinzimmer, dessen Inhalt geheim gehalten und nur den Besuchern präsentiert wird. Vitrinen voll mit Bernsteinen, sowie Bildmaterial der Vergangenheit, dokumentieren die Entdeckung eines sonderbaren Rohstoffes. Kultur- und Kunstgeschichte einmal anders und sehr aufregend, bis hin zur Gegenwart und als Highlight, den größten Bernstein Rügens.

Stralsund

Kulturhistorisches Museum

1858 gegründet, steht hier das älteste Museum in MV, das Ausstellungen in 4 denkmalgeschützten Häusern bietet. Das Zentrum der Sammlung steht im 1251 gebauten Katharinenkloster, direkt inmitten der Stadt. Führungen, Veranstaltungen und Lesungen laden ein, die Geschichte lebendig zu erleben.

Katharinenkloster

Die Stadtgründung in der Ur- und Frühgeschichte, sowie die Entwicklung bis zur Neuzeit nachzuvollziehen, das ermöglicht das Katharinenkloster. Bildende Kunst, verschiedene Sonderausstellungen und historisches Spielzeug aus Vorpommern stehen bereit.

Marine Museum

Marinegeschichte Stralsunds und Vorpommerns

Museumshaus Mönchstrasse 38

Zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert gesammelte Exponate, zur Belegung der Wohnkultur und Hausforschung der Insel Rügens. Die Goldschätze von Hiddensee und Peenemünde, Grafiken und Gemälde von C.D. Friedrich und Ph. O. Runge, sowie Fayencen und Stralsunder Spielkarten.

Meeresmuseum

Das Meer und die mittelalterliche Architektur haben auf Rügen viel beeinflusst. Im Zentrum die Klosterkirche, inmitten der Stadt etwas Einmaliges, was Stralsund hervorhebt. Ein Stück 200 Millionen Jahre alter Meeresboden, ein Finnwal-Skelett, eine Japanische Riesenkrabbe mit mehr als 1m Länge, sowie viele Originale aus der Seefahrt, sind zu bestaunen. Kindern und Erwachsenen wird ein Anziehungspunkt geboten, der im Meeresaquarium seinen Höhepunkt findet. Heimische und tropische Meerestiere sind hier Zuhause.

Thiessow

Lotsenmuseum

Ein kleines Museum, nur für wahre Kenner, zeigt das Lotsanwesen in Thiessow. Schon im frühen 17. Jahrhundert erkannte man die Notwendigkeit von Lotsen und 1859 wurde Thiessow zur Hauptlotsenstation. Diverse Geräte zur Navigation, eine original Lotsenglocke, die 1842 in Stralsund gegossen wurde, sowie Dokumentationen von Sachzeugen, machen diese Ausstellung so interessant und bringen den Beruf eines Losten näher.

Zirkow

Museumshof Zirkow

Der Museumshof Zirkow liegt im historischen Stadtteil und ist ein Beispiel der typischen Kübbungsdielen-Häuser Rügens. Zusammen mit den Nebengebäuden, wurde eine große Sammlung von agrarwirtschaftlichen Geräten und Maschinen angefertigt. Die bäuerliche Wirtschaftsweise liegt hier dem Besucher zu Füßen. Die Lebensart und Kultur der früheren Jahrhunderte, wird hier rekonstruiert. Gegenstände aus Haushalt und Wohnung zeigen, wie unterschiedlich Fürsten, Handwerker, Tagelöhner, Neubauern usw. lebten. Die Geschichte Zirkows bietet einen wichtigen Querschnitt des Insellebens, mit Hilfe von Bildern und alten Dokumenten.

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